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[R] The Legend of Heroes - Trails of Cold Steel       Zum Anfang der Seite springen

Titel: The Legend of Heroes – Trails of Cold Steel
Entwickler: Nihon Falcom
Publisher: NIS America
System: PS Vita (Testversion), PS3
Altersfreigabe: ab 12 Jahren freigegeben
Release: 29. Januar 2016
Internetseite: Klick mich!


(Quelle: Nihon Falcom)

Im Alter von sechs Jahren bekam ich einen Gameboy – mein Tor in die Videospielwelt. Bald darauf – genaugenommen 1991 – folgte Mystic Quest und damit die frühe Prägung auf ein Genre, dem Rollenspiel, vorzugsweise japanisch. Seit diesem Tag hat mich diese Leidenschaft nicht mehr losgelassen und wer richtig gerechnet hat, wird merken, dass hier einige Zeit ins Land gegangen ist. Umso erstaunlicher, dass nach all den Stunden des Grinding, der vielen emotionalen Abspänne und der oft verwirrenden und typisch überladenden Geschichten mir eine Serie völlig durch die Lappen gegangen ist. Es handelt sich hierbei um nichts Geringeres als dem „The Legend of Heroes“-Franchise aus dem renommierten Haus Nihon Falcom (u.a. Ys).
[stopper]


(Quelle: Nihon Falcom)

Sicherlich gibt es für diese persönliche Wissenslücke gute Gründe. Der Beste ist schlicht und einfach die Verfügbarkeit und meine Unfähigkeit die japanische Sprache zu erlernen. Obwohl mit „Dragon Slayer: The Legend of Heroes“ der erste Teil bereits 1989 das Licht der Welt erblickte, dauerte es 16 Jahre, bevor es erstmals eine lokalisierte Version in den Westen schaffte. Hinzu kommt, dass anders als andere RPG-Serien wie Final Fantasy oder Dragon Quest, The Legend of Heroes nicht in sich geschlossenen Geschichten und Universen erzählt wird, sondern mit durchgehenden Story-Arcs verknüpft ist und direkt auf einander aufbaut. Wer als Publisher also eines der Spiele übersetzten möchte, muss sich damit anfreunden, dass es vermutlich nicht dabei bleiben wird. Der letzte Punkt für die Unterrepräsentation im westlichen Markt die hohe Text- und Dialogdichte, für die „The Legend of Heroes“ berühmt und berüchtigt wurde. Es verbindet nämlich Elemente aus verschiedenen Genres wie der Rundenstrategie, dem Rollenspiel und – wichtig – der Visual-Novels, also vorgelesenen Geschichten. In der Folge sind die Charaktere und Geschichten in der Regel sehr ausgefeilt, dafür sind die Zwischensequenzen absurd lang und erstrecken sich auch gerne mal über eine halbe Stunde. Ein Alptraum für jedes Lokalisierungsstudio.


(Quelle: Nihon Falcom)

Nichts desto trotz hat NIS America für „Trails of Cold Steel“ die Arbeit auf sich genommen und bringt im Januar den neuesten Ableger des Franchises nach Europa und in die USA. Auf eine spezielle deutsche Fassung musste der Publisher hierbei (verständlicherweise) verzichten, da die Zusatzkosten die Einnahmen angesichts des überschaubaren Marktes übersteigen würden. Soviel sei aber vorweggenommen – wer die sprachliche Hürde überwindet, bekommt dafür ein starkes Stück JRPG-Kunst, dass auch im Sinne der eigenen Historie einige Neuerungen bringt. Erstmals in der „The Legend of Heroes“-Serie bringt Cold Steel nämlich komplette 3D-Umgebungen mit. Die Engine und damit das ganze System musste von Grund auf neu gestaltet werden, um mit der neuen Perspektive und den technischen Veränderungen mitzuhalten. Zeitgleich markiert der Beiname den Start einer Subserie, die zwar mit dem Vorgänger „Trails in the Sky“ für PSP und PC und dem bisher nicht lokalisierten Ableger „Trails of Zero/Azure“ verknüpft ist, allerdings sein eigenes Hauptthema aufgreift.

Story:

Genau genommen geht es um einen aufkeimenden Bürgerkrieg, erzählt aus der Sicht der neun Schüler der Klasse VII der Thors-Militärakademie. Die Geschichte spielt im Erebonian Empire, das sich in mitten einer Epoche befindet, die am ehesten der Industrialisierung zum Ende des 19. Jahrhunderts ähnelt. Dank der Erfindung von modernen technischen Anlagen sind völlig neue Ingenieurs-Leistungen möglich. Allem voran steht die Erschließung der Nation durch die Eisenbahn, die immer mehr die klassische Pferdekutsche ablöst und schnellere und bequemere Reisen möglich macht. Zudem revolutioniert sie den Handel durch den Transport von großen Lasten, was zu einer fortwährenden Veränderung innerhalb der Gesellschaft führt. Der klassische regionale Handel wird immer mehr vom Großverkauf aus den Metropolen verdrängt. Klar, dass es hier zu Streitigkeiten kommt. Über allem steht aber vor allem ein eingespieltes Kastensystem. Dies unterscheidet in normale Bürger und Adlige, wobei Letztere aufgeteilt auf vier Häuser das Empire in Regionen unterteilt regieren und unterschiedliche Ziele verfolgen.


(Quelle: Nihon Falcom)

Während jedes dieser Adelshäuser eigene Soldaten für ihr Hoheitsgebiet stellt, steht das Militär selbst teilweise über dem System und kämpft wiederrum für eigene Werte bzw. kann als Söldnereinheit angeworben werden. Es besteht auch hier ein starker Kontrast zum klassischen und ländlichen Leben mit Ackerbau und Tier und dem teils krass imperialistischen Stil mit Panzern, Uniformen und automatischen Schusswaffen. Dieser bis hierhin sehr realistische Blick auf eine Kultur und ein Land brechen die Entwickler auf, in dem sie zusätzlich durch sogenannte „Arts“ eine auf Technik basierte Magieform einbauen. Ähnlich wie in Final Fantasy VII existieren bestimmte Steine (hier aus Quarz gefertigt), denen ein bestimmter Zauber inne wohnt. Mit den richtigen Geräten kann so jeder Feuerball, Blitz und andere Elemente herbeizaubern, Freunde heilen oder Gegner einschläfern.


(Quelle: Nihon Falcom)

Insgesamt nimmt sich das Spiel – wen wundert es angesichts der Serienvergangenheit – sehr viel Zeit für die Etablierung der Welt. Alleine diese schon recht ausführlichen Einleitungssätze zur Story reißen nur ein Bruchteil der Problematiken an und sollen lediglich zeigen, wie tief das Ganze führt. Trotz dieser Komplexität überfordert euch „Trails of Cold Steel“ zu keinem Zeitpunkt. Das liegt nicht zu Letzt an einem cleveren Kniff. Ihr erlebt die Welt aus der Sicht von Rean Schwarzer, einem jungen Schwertkämpfer, der an der renommierten Thors-Militärakademie aufgenommen wird. Zusammen mit seinen acht Klassenkameraden durchlebt man als Spieler die komplette Schulzeit und lernt so zusammen mit seinem Rean gleichzeitig die Welt kennen. Die Lehrer sind hierbei sowohl Mentoren als auch Erzähler und lassen dem Charakter Freiraum für eigene moralische Entscheidungen. Egal ob Feldeinsätze, Frontalunterricht im Klassenraum oder Recherche in der Bibliothek – es dreht sich alles um bestimmte Aspekte in der Gesellschaftsstruktur innerhalb des Empires. Mit fortlaufender Spielstundenanzahl zieht dabei das Pacing und die Geschichte immer weiter an und baut logisch auf sich selbst auf. Nicht viele Rollenspiele schaffen es eine so komplexe und lückenlose Story zu erzählen, zu Mal das Ganze durch eine Portion Witz und interessante Nebengeschichten ergänzt wird. Alle Beteiligten wirken wie echte, wenn auch manchmal überzeichnete Personen und bleiben stets nachvollziehbar.

Leider offenbart sich dieses Potential erst nach gut 5-7 Stunden zur Gänze. Speziell die Anfangssequenz, die zeitlich deutlich nach dem Schulstart angelegt ist, wirkt sowohl von der Inszenierung als auch der Erzählweise her langweilig und strotzt vor Klischees. Zum Glück wird es danach schlagartig besser, wenn das Spiel wie in Filmen typisch zurückspult und anfängt die Vorgeschichte von Rean und seiner Klasse zu erzählen. Falls ihr dies hier lest – haltet durch und beißt euch durch die ersten Stunden, was ihr danach bekommt, entschädigt mehr als genug dafür.


Gameplay

Mehr noch als bei anderen Rollenspielserien legt „The Legend of Heroes“ viel Wert darauf, seine Mechaniken stark mit der Geschichte zu verknüpfen. Dafür bedient es sich einiger populären Ideen, darunter besonders stark der von Persona. Chronologisch folgt ihr an Hand eines virtuellen Kalenders dem Schuljahr an der Akademie und durchlebt so die verschiedenen Jahreszeiten. Dies verändert nicht nur die Optik ringsherum, sondern gibt automatisch auch ein sehr natürliches Gefühl der Progression. Anders als beim geistigen Vorbild zeigt euch „Trails of Cold Steel“ nur bestimmte Ausschnitte und legt den Fokus so auf wenige und dafür einschneidende Ereignisse. Dennoch wird viel von der Schulthematik von Persona übernommen. Als Rean versucht ihr abseits der klassischen Quests und der Geschichte mit anderen Klassenkameraden Beziehungen durch soziale Events aufzubauen. Die dafür als Ressource eingesetzten Social Points sind hierbei begrenzt, so dass ihr nicht alle Verknüpfungen maximieren könnt. Je mehr ihr in einen NPC investiert, desto mehr Skills und taktische Möglichkeiten schaltet ihr frei. Und das ist bitter nötig - gerade auf den höheren der drei frei wählbaren Schwierigkeitsgrade ist die Verknüpfung mit den anderen Charakteren ein integraler Bestandteil des Kampfsystems, ohne den ihr es schwer haben werdet.


(Quelle: Nihon Falcom)

Vom Grundprinzip her ist das Regelwerk hierbei der Serientradition treu geblieben. Die Kämpfe ähneln in der Praxis eher denen einer Rundenstrategie als einem Rollenspiel. Ihr zieht abhängig vom Geschwindigkeitswert abwechselnd mit eurem Gegner, wobei Zauber eine bestimmte Zeit zum casten benötigen. Der Fokus liegt weniger auf der Schadensmaximierung als mehr auf dem Zufügen von Statusveränderungen wie Schlaf, Vergiftung oder Fesseln. Zudem besitzen viele Skills und Zauber bestimmte Radien, die zusammen mit der Möglichkeit der freien Positionierung innerhalb des Kampfareals dafür sorgen, dass ihr regelmäßig Charaktere neu ausrichtet oder an andere Positionen zieht. Vor allem Auseinandersetzungen mit großen Monstern oder Bossen ziehen sich gerne über 10 bis 20 Minuten hin. Wer die Serie bisher nicht kennt, dem dürfte etwas Einarbeitungszeit nicht erspart bleiben.


(Quelle: Nihon Falcom)

Auch wenn das System zu Beginn überschaubar erscheint, so bietet es vielfältige Möglichkeiten. Zusätzlich zum klassischen Manabalken besitzt jeder Charakter sogenannte C-Points, die sich aufladen wenn Schaden ausgeteilt oder eingesteckt wird. Hieran sind wiederrum bestimmte Skills gekoppelt, die diese Punkte verbrauchen oder zusätzlich aufbauen. Ab 100 Punkte kann jeder Charakter besonders starke S-Breaks benutzen, die die CP auf 0 reduzieren und verheerenden Schaden anrichten. Es existieren darüber hinaus noch weitere Mechaniken, die die den Einsatz aller Taktiken beeinflussen und teils zufallsbasiert zuschlagen. Ein genauer Überblick würde den Rahmen dieses Artikels deutlich sprengen – nur noch so viel: alle Prinzipien sind gut ausbalanciert und fordern Veteranen und Einsteiger gleichermaßen. Zusammen mit den Upgrade-Möglichkeiten der Magiequartze ergibt sich ein sehr rundes Gesamtsystem, dass in seinen besten Momente an Klassiker wie eben ein Final Fantasy VII erinnert.

Dabei machen die Entwickler nicht den üblichen Fehler und verlassen sich zu sehr auf ihre Kämpfe. Durch die Fokussierung auf wenige Tage pro Kalendermonat komprimiert das Spiel gut die verschiedenen Elemente und sorgt dafür, dass die eigentliche Story weiterhin im Mittelpunkt bleibt. Es findet eine sehr gute Balance zwischen klassischem Rollenspiel, Optimierung, Minispielen und Dialogen. Im weiteren Verlauf der Geschichte bekommt ihr dabei immer mehr Freiheiten – mit Open World Anleihen inklusive einem Pferd als Reittier. Die Dungeons und Städte differenzieren sich zudem immer mehr aus und bieten abwechlsungsreiche sowie clever designte Schauplätze. Insgesamt ein wirklich rundes Paket …


Technik:

… dem eigentlich nur die Technik ein bisschen im Weg steht. Am Offensichtlichsten sind bei der getesteten PS Vita Version die teils knackige Ladezeiten. Kämpfe finden in separaten Arenen statt, wobei der Übergang scheinbar zufällig in 5-20 Sekunden geladen ist. Auf Dauer fällt das negativ auf und wirkt recht altbacken. Am schlimmsten ist das Lade-Phänomen jedoch in großen Städten, wo ihr ständig die Zonen wechselt und teils merkliche Wartezeiten in Kauf nehmen müsst. Hinzu kommt, dass die 3D-Welten im direkten Vergleich sowohl mit der Konkurrenz als auch mit den liebevoll gezeichneten Sprites der Vorgänger nicht immer mithalten können. Zwar haben die Entwickler viel Detailtreue bewiesen und zum Beispiel auf Marktständen einzelne Körbe ausmodelliert und mit Waren wie Früchten und Tellern versehen, allerdings wird an allen Ecken und Ende das Copy&Paste-Prinzip offen zur Schau gestellt. Wände von Häusern oder Dungeons bestehen immer nur aus den stets gleichen Strukturen und Texturen und sind größtenteils rechteckig und clean gestaltet. Hinzu kommt, dass die Gesichter zwar animiert sind, allerdings werden Augen und Mund nur per Textur aufgeklebt und verändern sich zyklisch in den Dialogen. Dadurch geht einiges an Immersion verloren – besonders bei der Fülle an Textzeilen. Am schlimmsten trifft es wohl aber die Animationen, die hölzern und unecht wirken. Dadurch, dass ihr in 3rd-Person Sicht dem Charakter direkt über die Schulter guckt, ist dieses Problem besonders offensichtlich. Zu guter Letzt ruckelt die PS Vita Version in manchen Stellen, besonders in großen Ortschaften sinken die Frames deutlich unter die 24er-Wohlfühlgrenze und verursachen Input-Lags - Kämpfe sind davon zum Glück nicht betroffen.


(Quelle: Nihon Falcom)

Der ganzen Kritik zum Trotz besitzt das Spiel ohne Frage einen gewissen optischen Charme. Die bereits erwähnte Liebe zum Detail im Kleinen, wie auch die große Weitsicht und die diversen Shader, wie Flimmern von Oberflächen, Bloom und Tiefenunschärfe sorgen für Atmosphäre. Hinzu kommen die großen Sprites der Charaktere, die im aufwendig und übersichtlich gestalteten Menü und während der S-Breaks zum Einsatz kommen. Auf dem Screen der PS Vita wirkt der Animestil einfach bestechend schön.


(Quelle: Nihon Falcom)

Ein ganz großes Lob verdient auch das gesamte Sounddesign. Nicht nur sind viele der Dialoge komplett oder teils vertont, auch beinhaltet der Soundtrack von Falcom selbst einige sehr passende, größtenteils ruhige Stücke. Auch wenn der Komponist nicht speziell verzeichnet ist, so erinnert vieles an die Werke von Miyoko Kobayashi, der unter anderem für Terranigma auf dem SNES federführend war. Es ist erstaunlich wie gut Effekte, Musik und auch die Sprachqualität der Sprecher angesichts der Menge an Text und Locations gelungen sind. Und das Ganze bei nur 2,6 Gigabyte Größe des Spiels. Seit Ni no Kuni und Xenoblade Chronicles hat mich kaum ein Rollenspiel auf diesem Gebiet in den letzten Jahren so überzeugen können.


Langzeitmotivation:

So – wer bis jetzt aus einer Lesersicht noch an Bord ist und nicht gleich zur Endwertung gesprungen ist, der wird Folgendes (hoffentlich) mitgenommen haben: „Trails of Cold Steel“ ist technisch ok bis gut, spielerisch und von der Story her aber sehr durchdacht, abwechslungsreich und gehört definitiv zur oberen Liga der japanischen Rollenspiele. Gerade die Abwechslung muss hier auch nochmal betont werden, weil sie mit der komprimierten Sichtweise auf den Schulalltag für viel Motivation sorgt. Ihr werdet nie überladen mit Aufgaben, müsst dennoch interessante Entscheidungen fällen, lernt viele Charaktere kennen und werdet vom Kampfsystem zum Optimieren gezwungen. Die Freiheiten sind dabei genauso gelegt, dass ihr gleichzeitig nicht den Faden verliert und dennoch nicht das Gefühl habt, durchs Spiel getragen zu werden. Die Minispiele, welche von Kochen über Schwimmen bis zum Angeln reichen, sind sinnvoll integriert und geben Boni, die ihr tatsächlich brauchen könnt.


(Quelle: Nihon Falcom)

Alle Elemente greifen perfekt ineinander, wobei das beste Feature von „Trails of Cold Steel“ leider nur einer sehr kleinen Spielerschaft vorbehalten bleiben wird. Da der Titel sowohl auf PS3 als auch auf PS Vita erscheint, dürft ihr als PS Abonnent Cross-Saves in der Cloud anlegen und so wahlweise auf dem heimischen Fernseher und unterwegs weiterdaddeln. Im Bus grinden und daheim dann die verdiente Story-Sequenz an der großen Glotze schauen? Kein Problem – wäre da nicht der Fakt, dass ihr beide Versionen – PS3 und PS Vita - separat erwerben müsst. Ein Luxus, den sich sicherlich nicht viele Zocker leisten werden.


Fazit:

„The Legends of Heroes: Trails of Cold Steel“ ist (leider) ein Nischenprodukt. Für die PS3 kommt es zu spät, die PS Vita ist am Markt sowieso sträflich unterrepräsentiert. Gerade deswegen solltet ihr dem Titel schon eine Chance geben. Story und Gameplay nehmen die Stärken der Vorgänger – vor allem des sehr guten „Trails in the Sky“ – auf und zeigen was japanische Rollenspiele zu leisten im Stande sind. Das Spiel erzählt eine komplexe Geschichte einer Gesellschaft im Umbruch aus der Sicht einer Schulklasse und verzahnt dies mit einem interessanten Kampfsystem, tollen Charakteren und viel Platz für Optimierung. Wer über die technischen Schwächen der oftmals generischen Designs hinwegsehen kann und vor allem im klischeebehafteten Intro nicht einschläft, den erwartet ein sehr umfangreicher Titel der alten Schule mit großen Vorbildern und vielen Referenzen an andere Rollenspiele.

Story: 14/15
Gameplay: 15/15
Technik: 10/15
Langzeitmotivation: 13/15

Gesamt: 13/15

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Wenn der letzte Baum gerodet,
der letzte Fluss vergiftet,
der letzte Fisch gefangen,
werdet ihr feststellen,
dass man Ingame-Items nicht essen kann.
24.01.2016 20:22 Fügen Sie F@bs in Ihre Kontaktliste ein
Die Betreiber von UR-Radio distanzieren sich hiermit ausdrücklich von dem, durch F@bs am 24.01.2016 um 20:22 verfassten Beitrag.
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