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Spawnia Spawnia ist weiblich
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Die Kammer – Season III - Solace in Insanity       Zum Anfang der Seite springen

Rezension/Review zu Die Kammer – Season III - Solace in Insanity

Die Kammer bleibt ihrem Rhythmus treu und veröffentlicht nach dem 2012er Erstlingsalbum „Season I – The Seeming and the Real“ und dem 2014er Nachfolger „Season II –Views from the Inside“ in diesem Jahr ganz folgerichtig „Season III – Solace in Insanity“, zu Deutsch „Trost im Wahnsinn“. Das neue Stück Musikwerk erscheint am 5. Februar und wurde, wie auch schon sein Vorgänger, mit Hilfe des „Patron of the Art“-Konzepts verwirklicht. Bei diesem labeleigenem Projekt könnt ihr, ähnlich wie auf anderen Crowdfundingplattformen, die Band unterstützen, in dem ihr zum Beispiel Videobotschaften, Einträge ins Booklet oder ähnliches erwerbt bzw. natürlich auch schon im Vorfeld das Album in diversen Ausführungen vorbestellt. Und bei der aktuell großen Auswahl lohnt sich auf jeden Fall ein Blick auf die Webseite von Delicious Releases, statt der üblichen Großhändler.

(Quelle: Die Kammer)

Nachdem Season I fast noch ein Soloprojekt von Max Testory und Matze Ambré war, so hatte sich das Band Line-up zum zweiten Album bereits aufgefüllt und schon einige Konzerterfahrungen sammeln dürfen – ein Prozess, der sich natürlich auf den Klang ausgewirkt hat. Zwei weitere Jahre später waren die Änderungen in der Besetzung nur minimal – im Mai 2015 wechselte die Cellobesetzung von Tabea zu Veronika und sechs Monate später stieß Ingo Römling am akustischen Bass dazu. Das heißt aber mitnichten, dass sich der Klang auf dem neuen Album nicht weiter gewandelt und entwickelt hat.

Mit Hilfe von 14 melodischen, rhymtmischen, verträumten und manchmal auch unheimlichen Songs nehmen uns die Kammermusiker auch dieses Mal wieder mit auf eine Reise ins Innere. Das beginnt schon mit dem Eröffnungstitel, der sich seinen Namen mit dem Album teilt und mit einer leisen Mini-Drehorgel beginnt - ein Instrument, das perfekt zu unserer kleinen Sophie passen würde. Im Laufe des Songs kommt nicht nur die verhaltene Gitarre sondern auch weitere Streicher und Rhytmikinstrumente dazu - die perfekte Untermalung zum auf deutsch gesprochenen Text von Sabine Bohlmann, der sich mit dem tiefen Gesang von Max abwechselt und auf alle drei bisher existierenden Albentitel referenziert. Ein Stück wie eine Geschichte, dass seinen Zirkelschluss im letzten Titel „Sophie’s Chimaera“ findet, der nicht nur das Album ausklingen lässt, sondern für mich auch zusammenfasst, was ein gutes Album ausmacht – die Freude über ein gelunges Werk und die Trauer darüber, dass es zu Ende ist. Die Freiheit diese Worte auch aufs Leben zu beziehen, überlasse ich dabei natürlich jedem selbst.

Eigentlich war das ja schon ein schöner Schlusssatz, aber dann würde ich euch 12 weitere Songs vorenthalten und das geht ja so nicht. Musikalisch ist Season III aus meiner Sicht die bisher abwechslungsreichste CD der Band. Songs wie zum Beispiel „The Drunk Welshman“ oder „Fairy on the Wire“ lassen deutlich Singer-Songwriter Anleihen erkennen und erinnern zeitweise an Chantis. In anderen Stücken finden sich dann wiederum die schon auf dem letzten Album anklingenden „Cabaret - Willkommen, Bienvenue, Welcome“ Elemente, nur dieses Mal noch deutlich ausgeprägter. Überzeugen könnt ihr euch davon bei „Gingerbread Heart“ oder „Sedlaczek“. Besonders im erst genannten Titel tut aber auch der erzählende, leicht ironische Ton im Gesang sein übrigens zu diesem Eindruck. Zu den eher düsteren Songs würde ich auf jeden Fall „The Galant Enticer’s Tangoo“ und „Intoxication Intravenous“ zählen. Gerade Letzterer erzeugt bereits durch dieses kauartige Geräusch im Intro einen unheimlichen Eindruck und der Text unterstützt dies. Auch „The Way You Are“ gehört für mich noch in diese Kategorie – besonders auch durch den leicht unklaren, fast gemurmelten Gesang von Max zu Beginn, der erst im Verlauf des Stücks mit mehr Instrumenten und offenerer Stimme aufbricht. Zu den „rockigsten“ Liedern gehört mit Sicherheit „Love for Life“, das nicht nur stark melodisch ist, sondern auch mit einem starken Rhythmus zum Mitmachen einlädt. Ganz im Gegensatz dazu steht der vielleicht zärtlichste Song „Will Close My Eyes“, der mit ruhigen Gitarrenklängen und beinahe zärtlichem Gesang direkt in der Seele klingt.



Inhaltlich beschäftigt sich die Kammer in fast allen Songs mit dem schon genannten Inneren. Dem Inneren der Menschen – Ängste, Sorgen, Wünsche und Träume. Sei es die Liebeserklärung an das Leben, weil man seinen Partner gefunden hat, mit dem man die Welt auch gut hinter sich lassen kann im schon genannten „Love for Life“ oder die Frage danach, ob dieser Mensch immer für einen da sein wird, auch wenn der letzte Tanz getanzt ist, der letzte Dämon besiegt, die letzte Geschichte erzählt – „Will Close My Eyes“. Aber nicht alle Texte sind so tiefgründig. Manchmal geht es auch nur um all die Merkwürdigkeiten in der Welt, die verschiedenen Masken und Skurillitäten, die es zu sehen gibt – im „Carnical Of Perculiar“.

Fazit:

Die Kammer veröffentlicht mit „Season III – Solace in Insanity“ ihr bisher abwechlungsreichstes Album. Kein Song klingt wie der andere und wie auch schon zuvor ist das handwerkliche Niveau sehr hoch. Viele Instrumente, die wir sonst nicht auf den Bühnen sehen, kommen hier zum Einsatz und schaffen manchmal völlig unbemerkt den Einstieg in ein anderes Klangerlebnis und nehmen manchmal die Songs ein Stück weit in ihre bekannten Genres mit. Um diese aber tatsächlich auch alle hören zu können, empfiehlt es sich sehr, der Kammer nicht mit 0815 Kopfhörern oder Boxen zu lauschen, denn zuviel Feinheit geht dann einfach verloren.

Und auch die von Matze bekannten Gitarrenklänge und Max seine Stimme zeugen von einer hohen Variabilität und bringen immer wieder andere Gefühle und Bilder in die Musik ein. Melodisch, wie textlich. Es ist ein wenig wie im „Auld Weeping Willow“ – ein Stück Musik, dass ein (nicht wirklich) stummer Zeuge der alten Geschichten und Grausamkeiten ist.

Punkte: 14/15

Spawnia’s Anspieltipps: Auld Weeping Willow, Will CLose My Eyes, The Drunk Welshman

P.S.: Und nein, ich werde jetzt nicht noch einmal darüber schreiben, dass ich eher auf die rockigen Sachen stehe. Denn spätestens auf dem nächsten Kammerkonzert fehlen mir dann wieder die Argumente Augenzwinkern

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SSAT - Selbe Scheiße, anderer Tag!
30.01.2016 21:31
Die Betreiber von UR-Radio distanzieren sich hiermit ausdrücklich von dem, durch Spawnia am 30.01.2016 um 21:31 verfassten Beitrag.
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