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UR-Radio » UR Anime » Allgemeines » UR Anime goes Japan =) » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen UR Anime goes Japan =) 4 Bewertungen - Durchschnitt: 10,004 Bewertungen - Durchschnitt: 10,004 Bewertungen - Durchschnitt: 10,004 Bewertungen - Durchschnitt: 10,004 Bewertungen - Durchschnitt: 10,00
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Burstangel Burstangel ist männlich
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UR Anime goes Japan =)       Zum Anfang der Seite springen





Wie das Topic schon ankündigt, werden wir vom Animestream in weniger als drei Monaten bzw. sieben Millionen Sekunden von jetzt an quasi Betriebsurlaub in unser aller Traumland machen. Sowohl ich selbst, als auch Yami, su_kaora und Dr.InSide werden dann für zwei Wochen eine Rundreise im Heimatland des Anime und Manga machen. Natürlich wollen wir auch euch daran beteiligen, sowohl vor, während, als auch nach der Reise. Erste Reisevorbereitungen sind bereits getroffen, z.B. die Versorgung mit einheimischer Währung smile

Wie solche Yen Banknoten aussehen, bekommt ihr in diesem Thread noch zu sehen. Außerdem bekommt ihr regelmäßig Infos zu dem, was uns erwarten wird. Dazu seht ihr einen sekundengenauen Timer, der die Zeit bis zur Reise anzeigt. Den Flug selbst könnt ihr dann auch noch live mitverfolgen über den entsprechenden Link der Fluggesellschaft, welchen wir zu gegebener Zeit auch noch einfügen.

Und als bleibende Erinnerung an die Reise, abgesehen von sicherlich Millionen Fotos die wir teilweise auch in Tokyo machen werden, gibt es (wenn die Technik mitspielt) auch noch kleine Videos und Tour T-Shirts. Das alles und mehr in den kommenden Wochen. smile

Abreisedatum ist der 8. September 2014 und unser Flieger startet in Frankfurt am Main. Flugdauer wird ca. 11 Stunden sein inklusive einer Zeitverschiebung 8 Stunden nach vorn. Übrigens als Info für euch: wer Urlaub in Japan macht braucht KEIN Visum, wenn man aus Deutschland kommt. Man darf bis drei Monate ohne einreisen, allerdings nur als Tourist. Wer beruflich einreist bräuchte eines smile

Dieser Beitrag wurde 11 mal editiert, zum letzten Mal von F@bs: 09.08.2014 19:30.

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Themenstarter Thema begonnen von Burstangel
RE: UR Anime goes Japan =)       Zum Anfang der Seite springen

Wenn ihr auf den folgenden Link klickt, erhaltet ihr einen kurzen Überblick darüber
was uns in etwa erwarten wird fröhlich

http://www.japan4youth.de/81prog15days.htm
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Themenstarter Thema begonnen von Burstangel
RE: UR Anime goes Japan =)       Zum Anfang der Seite springen

Und so siehts aus, wenn man in Japan mit Banknoten bezahlt.
Jeweils habt ihr hier die Ansicht der Noten für 1.000, 2.000, 5.000 und 10.000 Yen.

Dieser Beitrag wurde 10 mal editiert, zum letzten Mal von Burstangel: 20.06.2014 14:01.

20.06.2014 13:27 Fügen Sie Burstangel in Ihre Kontaktliste ein
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RE: UR Anime goes Japan =)       Zum Anfang der Seite springen

Hi Leute!

Ich freue mich auch schon sehr auf die gemeinsame Reise mit Burstangel, Yami und su_kaora.

Das wird bestimmt richtig cool!


Auch ich hab mir schon 70.000 Yen geholt:



Um mich auf die Japan-Reise vorzubereiten habe ich auch 2 Programme geschrieben...

Japan-Countdown: Zeigt die Zeit bis zum Abflug in Sekunden an.
Kana-Trainer: Damit könnt ihr die Hiragana und Katakana trainieren.

Der Kana-Trainer erfordert unter Windows7 möglicherweise Administrations-Recht, da er
ein Modul im System installiert um die japanischen Schriftzeichen darstellen zu können.
Unter Windows XP wird vorrausgesetzt, daß die Unterstützung für Ost-Asiatische schriften
von der Installations-CD im System installiert wurden.


* Hinweis: Manche Virenscanner (z.B. Avira) zeigen möglicherweise einen Fehlalarm an.
Ich versichere hiermit, daß meine Programme absolut vierenfrei und vorher getestet sind.


Gruß
Dr.InSide

Dieser Beitrag wurde 7 mal editiert, zum letzten Mal von Dr.InSide: 07.03.2016 12:09.

20.06.2014 13:58
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Themenstarter Thema begonnen von Burstangel
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Wir haben uns jeweils mit 70.000 Yen als Urlaubskasse eingedeckt, aus einem ganz simplen Grund^^

Das sind umgerechnet ca 500 Euro und nach Zollbestimmungen darf man als Reisender nur Waren im Wert von 430 Euro einführen, sonst muss man nachzahlen. Also wenn wir ein paar Ausgaben fürs Essen abziehen, können wir ungeniert shoppen gehn fröhlich

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Burstangel: 20.06.2014 14:04.

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Und die T-Shirts sind fertig. Ihr findet diese in unserem Shop. Viel Spaß damit smile

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15.07.2014 21:55
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Nach bisherigem Stand der Nachforschung ist das unser Flieger ins Glück fröhlich
Zum ersten mal ne Maschine mit 4 Triebwerken für mich. Ob das beim Start wohl mehr in den Sitz drückt?^^


Dieser Beitrag wurde 11 mal editiert, zum letzten Mal von Burstangel: 07.03.2016 14:53.

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RE: UR Anime goes Japan =)       Zum Anfang der Seite springen

Unser Reise-Programm:



Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Dr.InSide: 07.03.2016 12:36.

22.08.2014 19:20
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RE: UR Anime goes Japan =)       Zum Anfang der Seite springen

Hallo Zusammen!

Wer unseren Flug Live mitverfolgen möchte, hat am Montag, 08. September ab 19 Uhr unter folgendem Link dazu die Gelegenheit:

Flug OZ542

Beachtet bitte, daß der Flug ggf. ein paar Minuten verspätung haben könnte und die Daten erst während des Flugs aktualisiert werden.

Falls dieser Link nicht funktioniert, klickt bitte HIER. Dort geht dann eine Liste mit den vergangenen Flügen auf. Hinter dem aktiven Flug ist dann ein grüner Button, den ihr anklicken müsst.

Hinweis: Während das Flugzeug über China fliegt, werden keine Daten sichtbar sein.

Die Seite muss nach etwa 10-15 Min neu geladen werden, weil ihr automatisch ausgeloggt werdet als Gast.


Viel Spaß!

Gruß,
Dr.InSide

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Dr.InSide: 07.09.2014 22:20.

07.09.2014 21:56
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Ich wünsche euch einen ruhigen und pünktlichen Flug und hoffe ihr bringt ganz, ganz viele tolle Fotos und Geschichten mit smile

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07.09.2014 23:35
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Das Foto ist kurz vor dem Flughafen Incheon in Südkorea entstanden:



Frisch gelandet in Seoul, haben wir die ersten Ereignisse zu berichten. fröhlich Gleich am Flughafen Frankfurt gab es eine VIP-Behandlung für uns am Check-In. Obwohl wir kurz nach Öffnung der Schalter dort waren, standen wir in einer langen Schlange. Zumindest bis eine Mitarbeiterin auf uns zu kam und fragte ob wir eine Gruppe seien. Nachdem wir das bejahten, wurden wir gefragt ob eine neue Kollegin mit uns den Check-In üben darf. Das hat uns dann gleich mal zu einem neuen Schalter ganz vorne gebracht. XD

Und bei Sicherheitscheck wurden wir dann auch gleich noch gesondert zugeteilt. Auch wenn es etwas umständlich war, den ganzen elektrischen Kram aus zu packen. Laptop, Kameras, Batterien, etc. Der Flug bisher war ziemlich angenehm, auch wenn einem nach 6-7 Stunden sitzen im Flieger, tierisch der Hintern wehtut. XD

Umgsteigen in Seoul ist ziemlich einfach, die Koffer werden automatisch verladen, also spart man sich das einsammeln und wieder neu einchecken. Diesmal bekam Yami beim Sicherheitscheck eine Sonderbehandlung, weil der Metalldetektor auf das Silberpapier vom Kaugummi anschlug. großes Grinsen

Dieser Beitrag wurde 5 mal editiert, zum letzten Mal von Burstangel: 07.03.2016 15:07.

09.09.2014 06:10 Fügen Sie Burstangel in Ihre Kontaktliste ein
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Mittlerweile sind wir auch in Osaka gelandet und nach 45 Minuten Fahrt in unserem Hotel.
Zunächst haben wir mal alle aus der Gruppe getroffen und waren auch in einem Konbini einkaufen.
Wer es nicht kennt, das sind quasi Miniatursupermärkte, die rund um die Uhr geöffnet haben.

Unser Aquariumsbesuch ist leider aus Zeitmangel ausgefallen, aber dafür hat unser Reiseleiter uns während der Fahrt mit Infos versorgt, z.B. das Osaka die 3. größte Stadt im Land ist. Wir haben für morgen neben dem üblichen Programm noch einen Besuch in einem Onsen rausgeschlagen. Und nachdem wir diverse Bauwerke während der Fahrt gesehen haben, kam auch das Gespräch auf die Pachinkohallen. Dabei handelt es sich um das beliebteste japanische Glücksspiel, allerdings ist es verboten oder mit hohen Steuern belegt um Geld zu spielen. Daher spielt man beim Pachinko mit kleinen Metallkugeln und hofft am Ende mehr zu haben, als vorher. Allerdings meinte er auch, das wegen der Lautstärke und Atmosphäre man nicht unbedingt da seine Zeit verbringen möchte. smile

Wer Glück hat und einige Kugeln gewinnt, kann die allerdings dann doch zu Geld machen, da wie der Reiseleiter meinte, neben solchen Hallen "zufälligerweise" fanatische Sammler wohnen, die unbedingt die kleinen Metallkugeln haben wollen und diese quasi an einem kleinen Fenster gegen Bares tauschen.

Unser Zimmer:



Ein Foto von unserem Zimmer inklusive Bad, werde ich später noch einfügen. Shampoo, Seife und Creme gibt es hier in einem Spender, um den Plastikabfall durch zig Pröbchenpackungen zu vermeiden. Die Toilette hat einen Drucksensor und spült beim hinsetzen automatisch, aber das berühmte Ärmchen, welches wahlweise vorne oder hinten nochmal nachspült, wird manuell aktiviert und nicht automatisch ausgefahren.

Soviel zum ersten Tag in Japan.

Dieser Beitrag wurde 9 mal editiert, zum letzten Mal von Burstangel: 07.03.2016 14:58.

09.09.2014 13:42 Fügen Sie Burstangel in Ihre Kontaktliste ein
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Nun ist auch Tag 2 in Osaka vorbei.

Wir haben das Hotel um 8:30 verlassen und sind um 23:45 zurück gekommen. Dazwischen gab es reichlich Programm und einige Fußwege, was vor allem die Sportmuffel gefreut hat. * Sarkasmus * großes Grinsen

Das Frühstück im Hotel hatte auch schon Erlebnisfaktor, da es traditionell japanisch gehalten war und komplett anders als bei uns im Westen. Es gab zwar süßes Gebäck, aber warme Würstchen mit Ketchup oder Senf und Nudelsalat mit Mayonnaise findet man bei uns wohl eher selten früh morgens auf dem Tisch. Unterhaltsam zu beobachten war auch, wer mit Stäbchen schon Erfahrung hat, da sehr anschaulich verdeutlicht wurde, warum es nicht für die erste Erfahrung geeignet ist das mit glitschigen Nudeln in Mayo zu versuchen. Der entsprechende Reiseteilnehmer saß bei mir am Tisch, was schon für Belustigung auf unserer Seite sorgte.^^

Zuerst ging es zur Burg von Osaka, von der wir natürlich auch Bilder gemacht haben, in der wir dann auch einige historische Daten geliefert bekamen. In der Zusammenfassung war sie in diverse kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt und wurde mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Deshalb sieht der Außenturm eben nur noch äußerlich wie früher aus, während innen mit modernem Stahlbeton nachgeholfen wurde. Ebenso wurde der Unterschied zu europäischen Burgen und die Verteidigungsstrategie dahinter, im Bezug auf die Bauweise erklärt und wer die Burg errichten lassen hat. Das war Hideyoshi Toyotomi, der zweite der drei großen Reichseiniger Japans, der aber in seinem Leben auch noch andere Namen trug. Das ganze bekamen wir von unserem Reiseleiter mit einigem Humor und Augenzwinkern erklärt.

Hauptturm der Burg


Dann gings weiter ins Hep 5 Einkaufszentrum, in dem vor allem viel Mode zu erwerben war. Die diversen Restaurants und ein Riesenrad auf dem Dach des mehrstöckigen Gebäudes sind einen Besuch wert. Und Riesenrad kann ruhig wörtlich genommen werden, da eine Fahrt ca. 15 Minuten dauerte während der man die Aussicht auf die Stadt genießen konnte. Das ist im Bezug auf die Höhe allerdings Geschmackssache.^^

Jedoch ging es danach noch höher hinauf im Umeda-Skybuilding, auf ca. 173 Meter samt runder Aussichtsplattform und Liebesecke - in der man Liebesschlösser aufhängen kann. Dort sind unter anderem auch noch Büros und ein Kino, sowie ein Souvenirshop untergebracht. Von oben waren recht eigenwillige Bauwerke zu sehen, wie etwa ein Haus durch das eine Straße gebaut war und ein weiteres in dessen Mitte ein europäisches Kirchenschiff prankte. Hintergrund ist durchaus wirtschaftliches Interesse, denn dort kann man heiraten und im Hotel das auch in dem Gebäude ist gleich seine Flitterwochen verbringen. fröhlich Der Aufstieg war ziemlich bequem, die ersten 3 Stockwerke zu Fuß, warum konnte nicht erschlossen werden, aber der Aufzug fuhr erst ab dort bis in den 35. Stock. Jedoch auch hier eine Bewährungsprobe für Leute mit Höhenangst, denn der Aufzug war gläsern und außen am Gebäude.

Ausblick vom Umeda-Skybulding



Danach ging es rund im Anime- und Mangaviertel von Osaka mit kleinem Feeling gewisser bekannter Stadtviertel in Tokyo.^^ Und natürlich ging man dort nicht ohne Einkäufe wieder raus. Und die obligatorischen Maidcafés gab es auch. Bilder dazu werde ich leider keine präsentieren, da praktisch in allen Läden Fotos machen verboten war.

5 Stockwerke voll Anime,Manga, Trading Card etc:



Zum Ende gab es dann noch eine Runde Entspannung im Onsen, mit Wassertemperaturen von etwa 40 - 70 Grad. Was nach längerer Zeit nicht mehr ganz so angenehm ist, wie zu Beginn. Dort gab es auch noch Liegen aus Bambusmatten, sowie welche aus Stein die noch knapp mit Wasser bedeckt und entsprechend angenehm warm waren und geradezu zum schlafen einluden. Danach wurde noch kühle Milch aus dem Automaten gezogen, in verschiedenen Geschmackssorten und normale Milch. Beendet wurde das ganze noch mit einer kleinen Krise, als auf dem Rückweg eine aus der Gruppe das Fehlen ihrer Kamera bemerkte. Die hatte sie allerdings nur liegen lassen und wurde abgegeben, so dass es ein Happy End gab.^^

Kostengünstig war der Tag nebenbei auch, bis auf den Einkauf im Anime- und Mangaviertel unter Umständen, da wir ein Kombiticket bekamen, das sowohl alle Fahrten in U-Bahn etc. und die Nutzung und Besichtigung der Attraktionen beinhaltet und mit weniger als 3.000 Yen nicht einmal 25 Euro gekostet hätte.

Zum Ende das Tages sind weiterhin folgende Erkenntnisse gewonnen: in Japan gibt es echt alle paar Meter Getränkeautomaten, mit teils abenteuerlichem Inhalt. Oder hat schon mal jemand bei uns ein isotonisches Getränk gesehen, welches Schweiß genannt wird? Und wer glaubt in Berlin oder anderen deutschen Großstädten Menschenmassen gesehen zu haben, der sollte mal hier her kommen.^^

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10.09.2014 17:25 Fügen Sie Burstangel in Ihre Kontaktliste ein
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Der letzte Tag in Osaka.

Die Blumenuhr von Kobe (wird von Solarzellen angetrieben, die nebenher noch Strom erzeugen ^^):



Nach dem Frühstück ging es mit der Bahn direkt nach Kobe. Dort ist alles recht neu, da Kobe vor einigen Jahren bei einem großen Erdbeben praktisch komplett zerstört wurde. Auf der Aussichtsplattform im Rathaus wurden wir dann auch noch ein wenig über die japanische Mafia, genannt Yakuza, informiert und waren schon verwundert, das ausgerechnet die, statt der Regierung, die es einfach nicht auf die Reihe gekriegt hat, den Menschen vor Ort nach dem Beben geholfen hat.

Das wusste unser Reiseleiter auch wieder recht amüsant zu vermitteln und meinte, dass Japaner sehr zivilisiert sind und sie können notfalls neben einem Getränkeautomat verdursten, denn wenn der nach dem Beben keine Strom hat, kommt halt leider auch nix raus. Da aber Yakuza ab und an ihre guten Manieren vergessen, haben die halt Automaten aufgebrochen und die Bevölkerung versorgt. Weiterhin erklärte er, das hier der normale Japaner kaum etwas von denen zu befürchten hat, da die sich eher auf große Konzerne konzentrieren und zum Beispiel bei Aktionärsversammlungen und durch die Blume mitteilen: sorry, wir sind Yakuza, wir können uns einfach nicht benehmen und ihr wollt doch sicher nicht, das wir uns daneben benehmen. Ist für euch unangenehm, für uns auch, also wenn ihr halbwegs in unserem Interesse handelt sind wir alle glücklich. ^^

Namensplaketten der Erdbebenopfer im unteren Teil der Gedenkstätte:



In der Nähe des Rathauses haben wir noch die Erdbeben Gedenkstätte besichtigt, die ebenfalls einen sehr gepflegten und beeindruckenden Anblick bot. Danach ging es weiter zum Hafen von Kobe, der früher der größte Japans war, im Krieg und danach noch einmal von einem Erdbeben zerstört wurde, aber auch heute noch einer der wichtigsten Häfen ist. Ein Teil des Hafens wurde so belassen wie er nach dem Erdbeben war und zerbrochene Anlegemauern und schiefe Laternenmasten machten sehr anschaulich, wie unangenehm so etwas enden kann.

Hafenstück nach dem Beben:



Nun war es an der Zeit zu essen, also ging es ab nach Chinatown. Davon gibt es in ganz Japan nur noch 3 Stück. Dort reihte sich dann auch ein Restaurant ans nächste und überall hat es gut gerochen und Mitarbeiter der Läden hätten einen am liebsten im vorbeigehen gleich reingezogen, damit man dort isst. Aber natürlich auf vornehme und höfliche japanische Art.^^ Zu unserm Bedauern hatten grade an diesem Tag sämtliche Läden in denen es Koberind gab geschlossen, so auch der von unserem Reiseleiter empfohlene, der gut und günstig sei. In diversen anderen Läden verschlug uns ein Blick auf die Preis meistes den Appetit darauf. So war etwa die kleinste Menge bei 100 Gramm für ca. 30 - 35 Euro zu haben. Aber wir sind dann doch noch in einem gemütlichen Laden untergekommen und haben Eigenheiten asiatischer Küche probiert. So war unsere "Suppe" eher ein gelartiger Glibber mit Einlage, aber dennoch sehr lecker. fröhlich

Zentrum von Kobes Chinatown:



Zum Ende des Programms haben wir dann noch eine der ältesten Sakebrauereien besichtigt, zumindest das Gebäude in dem die Brauerei ursprünglich ihren Sitz hatte. Wir haben dort ein Video gesehen zur Geschichte, in englischer Sprache, das Museum besucht und zum Schluss noch den ein oder anderen Tropfen probiert. Und Sake in Japan ist kaum zu vergleichen mit dem was in unseren deutschen Läden Sake geschimpft wird. XD Jedenfalls wurde die ein oder andere Flasche gekauft und den Rest des Tages konnten wir nach eigener Lust und Laune durch Osaka touren.

Sakepresse zum Filtern der Flüssigkeit:



Morgen geht es dann weiter nach Kyoto und die Erkenntnis für heute: wer Englisch kann und Katakana zu lesen vermag, der kommt schon gut zurecht, da ausländische Begriffe meist einfach in Katakana geschrieben und praktisch auf Englisch sind. ^^

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11.09.2014 11:20 Fügen Sie Burstangel in Ihre Kontaktliste ein
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Angekommen im Land der Kontraste.

Nach der Abreise aus Osaka, wo westlichen Besuchern schon klar werden kann, was Großstadt wirklich bedeutet, weil je nach Stadtgebiet die Reizüberflutung von leicht erhöht bis sehr stark reicht, ging es Richtung Kyoto.

Auf dem Weg dorthin gab es diverse Haltestellen. So zum Beispiel den Byodoin Tempel mit Phönixhalle und Museum. Ein krasser Gegensatz zur Stadt, denn hier war von Hektik und Lärm nichts zu spüren. Statt dessen ländliche Idylle und Ruhe. Abgesehen von der Schulklasse, die kurz nach uns ankam und lange vor uns wieder draußen war. Kein Wunder bei dem Tempo, in dem sie die Anlage durchquerte, angeführt von, ich glaube der Lehrerin, die mit einer Flagge voran vorweg marschierte.

Phönixhalle des Byodoin Tempels:



Uns jedenfalls wurde der Unterschied zwischen Shintoismus und Buddhismus erläutert. So gibt es im Shinotismus ausschließlich Schreine, während die religiösen Orte im Buddhismus Tempel genannt werden. Beide Religionsrichtungen sind die in Japan am weitesten verbreiteten. Der Shintoismus ist weiterhin hauptsächlich zuständig für alle Dinge, die das Leben betreffen und so kann man auch alles mögliche segnen lassen, z.B. sein Auto, damit man nicht in einen Unfall verwickelt wird. Der Buddhismus ist zuständig für alles, was mit dem Tod und dem Leben danach zu tun hat, beziehungsweise wie man Leben soll, um die Erleuchtung zu erlangen und eine Wiedergeburt zu vermeiden, da das Leben grundsätzlich als quälende Anstrengung gesehen wird. Im Teich um die Phönixhalle herum schwammen etliche Koikarpfen, sowohl schwarze als auch die bei uns bekannten Weißen mit Muster. In der Halle selbst steht eine große Buddhastatue mit einem Bergkristall in der Stirn. Auf Grund ihrer Größe wird die Statue nicht in der Halle selbst, sondern vom Ufer des Teiches aus angebetet und der Bergkristall in der Stirn strahlt beim Sonnenaufgang durch ein Fenster oberhalb der Tür.

Danach ging es weiter zum Ujigami Schrein, wo wir erfahren haben, wie in Japan der Shintoismus ausgelebt wird und welche geschichtliche Rolle der Schrein spielt und wie etwa die Lage eines Schreines eine Grenze zwischen der Welt der Menschen und der spirituellen Welt der Götter verdeutlicht. So befindet sich ein Schrein meist auf einer leichten Anhöhe, eventuell noch zusätzlich an einem Fluss, auf dessen anderer Seite dann die menschliche Welt liegt.

Am Ujigami Schrein:



Einen weiteren Schrein haben wir unplanmäßig besucht, den Ushimi Inari Schrein. Bekannt ist dieser dafür, dass dort angeblich um die 1.000 der bekannten roten Tore stehen sollen. Gezählt haben wir die zwar nicht, aber es waren wirklich verdammt viele. ^^ So waren komplette Wege mit hintereinander gereihten Toren überdacht. Weiterhin ist er einer der wichtigsten und größten Schreine im ganzen Land, an dem schon früher der Kaiser Opfergaben bringen ließ. Inari selbst ist eigentlich eine Mischung aus 5 Göttern und man findet an Schreinen, die Inari gewidmet sind, sehr oft Füchse die verschiedene Dinge im Maul haben. So etwa Reisähren oder Kugeln und Schlüssel. Die Reisähren stehen für Landwirtschaft und Kugeln oder Schlüssel für Handel, was im groben die Hauptaufgabengebiete der Gottheit sind.

Tore am Inari Schrein:



Danach ging es weiter nach Kyoto, direkt in die Nähe des Hauptbahnhofs der beeindruckend wirkt. So ist das Bahnhofsgebäude gut 12 Stockwerke hoch, inklusive Essensmeile, Geschäften und vielem mehr.
Besonders interessant ist die Treppe, die alle Stockwerke miteinander verbindet und mit Lichtern in den Stufen verschiedene Motive erzeugt. Aber keine Angst für alle Gehmuffel, bis ins vorletzte Stockwerk geht es auch bequem mit der Rolltreppe.
^^

Die Treppe am Hauptbahnhof Kyoto:


Ebenfalls bemerkenswert ist, dass eingeschlagene Fenster und graffittiverschmierte Wände in Japan nicht zum normalen Erscheinungsbild einer solchen Einrichtung gehören. XD

Am Abend ging es dann noch auf eigene Faust in die Essensmeile des Bahnhofs, wo uns auch ein neues Erlebnis erwartete. Dort gibt es viele kleine Restaurant, vor denen man in einer Schlange warten musste, nachdem(!) man erst an einem Automaten bezahlte und quasi eine Art Essensmarke bekam. Diese legte man dann der Bedienung vor und bekam sobald ein Platz frei war sein Essen, was trotz langer Schlange nach wenigen Minuten der Fall war.

Damit endet der erste Tag in Kyoto.

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Und weiter geht es zu allerlei interessanten Orten in Kyoto.

Tor im Nijo Schloss, dem Sitz des Shoguns:



Als erster Punkt stand die Besichtigung des Nijo Schlosses an, welches zumindest zeitweise als Sitz des Shoguns, also des obersten Militärführers, diente. Und wir bekamen eindrucksvoll zu sehn, wie strikt die Hackordnung im feudalen Japan war. Die Burg erfüllte eigentlich mehr repräsentative, als militärische Zwecke, da die Machtverhältnisse im Land schon geregelt waren. Aufgabe des Shoguns war offiziell die Verteidigung des Landes und des Kaisers. Inoffiziell hatte er eigentlich das Sagen und der Kaiser war eher nur auf dem Papier Chef im Land. ^^

Dennoch wurde die Etikette eingehalten und selbst der niederste Abgesandte des Kaiser stand über dem Shogun, was sich bei Empfängen zeigte. Dazu diente die Burg hauptsächlich. Hier kamen die Feudalherren hin, wenn sie eine Audienz beim Shogun hatten und so ganz nebenbei um gezeigt zu bekommen, das sie doch eigentlich alles andere als eine große Nummer waren. Selbst wenn sie schon große Militärerfolge oder lange Herrschaft über große Ländereien vorweisen konnten. Das gestaltete sich so, das alle Feudalherren in einem großem Zimmer warten mussten, je nach Wichtigkeit in verschiedenen Bereichen, die Wichtigsten in gesonderten Arealen.

Danach wurden sie von einem niederen Beamten in einem weiteren Zimmer empfangen, wo erst einmal eine formelle Begrüßung stattfand und die Geschenke die sie mitbrachten begutachtet wurden.
Und erst nach einer weiter Wartezeit wurden sie in einem neuen Zimmer zur Audienz mit dem Shogun vorgelassen. Jedoch durften sie ihn nicht sehen. Der Raum war in der Mitte durch eine Art Bambusvorhang getrennt und der Teil in dem sich die Feudalherren aufhalten mussten, lag niedriger als der Rest. Einzige Ausnahme: der Empfangsraum für Gesandte des Kaisers. Hier musste der Shogun unten sitzen. Bevor der Shogun das Zimmer betrat, mussten sie zusätzlich mit der Stirn den Boden berühren, dann ging der Vorhang kurz auf, damit der Shougn zählen konnte und wurde wieder geschlossen. Erst jetzt durften die Feudalherren wieder aufsehen. Dann wurde eben konferiert. ^^

In einem weiteren Zimmer durften nur die treusten Feudalherren auf Empfang hoffen, wo der Shogun dann auch mal gesehen werden konnte. Diese Feudalherren waren daher meist am treuesten, weil sie mit ihm verwandt waren. Vetternwirtschaft lässt grüßen. ^^

Jedenfalls war die Burg sehr prachtvoll gebaut, mit Gold verziert, großer Garten mit Wasserfall etc., das volle Programm um ein bisschen anzugeben. xD Und sie hatte bereits eine Alarmanlage. Unter den Bodendielen bzw. dazwischen waren Metallnägel angebracht, an denen die Dielen - wenn jemand darüber ging - rieben, da sie sich durchbogen. Das erzeugte ein Geräusch, welches sich wie Vogelgezwitscher anhörte und so war es nicht möglich, heimlich durch die Burg zu schleichen um dumme Dinge zu tun. ^^

Im Anschluss ging es weiter zum Chion-in Tempel, einer weiteren buddhistischen Sehenswürdigkeit. Dieser Tempel verfügt über das größte Tempeltor in Japan und ebenso über die größte Glocke. Das Tor ist etwas über 20 Meter hoch und um die Glocke zu läuten sind mehr als 10 Mann nötig. ^^ Wir hatten sogar noch das Glück ein Hochzeitspaar über das Gelände gehen zu sehn, das wohl an dem Tag geheiratet hat.

Die Glocke des Tempels:



Und danach waren wir auf dem Weg zu einem weiteren Tempel, aber vorher haben wir erst mal die Vorliebe der Japaner für uns Deutsche bemerken können. ^^ Wir wurden in einer der vielen kleinen Straßen von ein paar Herren im Anzug angesprochen und gefragt, wo wir herkommen. Als wir dann sagten aus Deutschland waren sie sichtlich begeistert und gaben uns ein paar Proben ihrer Kenntnisse der deutschen Sprache zum besten. ^^ Ein Bild unserer japanische Businessfreunde werde ich später einfügen. ^^

Unsere neuen Businessfreunde:



Angekommen im Kiyomizu-Tempel, nachdem wir uns erst einmal durch viele weitere Gassen mit noch mehr Läden und VIEL mehr Menschen gedrängt haben, gab es auch hier noch eine kleine Geschichtsstunde. Der Tempel wurde dort errichtet, weil an diesem Berg besonders klares, reines Wasser entspringt, woher sich auch der Name ableitet (Mizu = Wasser). Teil des Tempels war auch eine Bühne, auf der früher Tänze vorgeführt wurden, die den Göttern gefallen sollten. Und wenn man es auf diese Bühne schaffte, erwartete einen quasi ein tolles Leben. Die Bühne ist über einem Abgrund gelegen und es gibt ein japanisches Sprichwort, welches übersetzt etwa von der Bühne springen bedeutet. Im Laufe der Zeit haben das wohl einige sehr wörtlich genommen und sind wirklich runter gesprungen. Muss aber ziemlich gut gegangen sein, denn trotz der Höhe haben von 43 dokumentierten Springern 37 überlebt. Ob die danach noch ein glückliches Leben hatten sei dahingestellt. ^^ Jedenfalls war unterhalb dieser Bühne der Platz gelegen, an dem man von dem Wasser trinken konnte. Es gab 3 Ströme, die Gesundheit, ein langes Leben oder Weisheit brachten. Man durfte sich aber nur 2 aussuchen, denn wollte einer alles, gab es nix davon. Welche beiden ich nun erwischt habe, kann ich Mangels englischer Beschilderung nicht sagen, wird sich wohl zeigen müssen. xD

Der Balkon des Kiyomizu Tempel:



Zum Ende des Programms ging es dann noch durch ein Viertel, in welchem wir das Glück hatten eine echte Geisha zu sehen, von denen es im ganzen Land nicht mehr all zu viele gibt, da die Ausbildung sehr hart und bei jungen Mädchen nicht mehr besonders beliebt ist. Unser Reiseleiter meint echte Geishas gibt es weniger als 50. Nicht, das wir zuvor nicht schon falsche gesehen hätten. In der Nähe des Tempels haben alle Frauen die Möglichkeit, sich für entsprechendes Geld mal einen Tag schminken und kleiden zu lassen wie eine Geisha. Aber wir nehmen als Echtheitszertifikat für die vorhin genannte mal das Wort unseres Reiseleiters und das Kamerateam welches um sie rum schwirrte. xD
Eine letzte Bemerkung dazu: entgegen der gängigen Vorurteile handelt es sich bei Geishas nicht um Prostituierte, sondern eher um Entertainerinnen, die ihr Publikum etwa mit Gesang, Gedichten und Musik unterhalten.

Nach dem Ende des offiziellen Programms war ich dann noch ein wenig auf eigene Faust unterwegs und ging mit su_kaora in ein Game Center und durch eine Shoppingstraße mit allen möglichen Läden. Im Game Center waren wir auf der Bowlingbahn, da unsere mageren Kenntnisse in Japanisch für die Automaten nicht wirklich reichten. ^^ Gut, nun musste auch auf der Bowlingbahn ein Terminal bedient werden, aber das überaus freundliche Personal kam uns entgegen und wir konnten uns mit Englisch und Zeichensprache verständigen. ^^

Dieser Tag in Kyoto endet also damit, das wir viel erlebt haben, was manch einer an seinen Füßen merkt. ^^ Und der Erkenntnis, dass ein Japanologe als Reiseleiter doch eine prima Sache ist. Denn auch jenseits des offiziellen Programms konnten wir viele Fragen stellen und bekamen Tips und Hinweise. Das dürfte einem Reiseleiter, der nur ein auswendig gelerntes Programm abspult schon schwerer fallen.

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Im Land der Tempel und Schreine.

Auch heute haben wir wieder die religiösen Stätten Japans besucht. Um zur Ersten zu gelangen, galt es erst einmal ca. 40 Minuten Zugfahrt nach Nara zu überwinden. Nara war für ca. 70 Jahre die erste Stadt, in der der Kaiser eine ständigen Wohnsitz hatte und den Buddhismus im Land förderte.

Aber noch vor dem ersten Tempel hatten wir ein wenig Fußweg vor uns, der sich lustiger gestaltete, als erwartet. So werden in der Region beispielsweise Hirsche besonders verehrt und wir durften ihnen unterwegs auch begegnen. Die Warnung unseres Reiseleiter: "die Viecher sind nicht nur zutraulich, die sind aufdringlich", konnten wir schnell am eigenen Leib erfahren. Die liefen nämlich frei durch die Straßen und Gassen und es gab diverse Stände, bei denen man günstig Kekse erwerben konnte um sie zu füttern, folglich hatten die Hirsche keinerlei Angst vor Menschen, sondern kamen gleich auf einen zu und haben mal geguckt, ob man denn was fressbares dabei hat. Da wurde auch mal mit Nachdruck am Shirt gezogen oder gestupst und überhaupt waren die total frech. ^^ Der Japaner hinter mir, der ein Prospekt in der Hand hielt, verlor den anschließenden Kampf um diesen und ließ das Viech halt drauf rum kauen. Schien aber nicht besonders geschmeckt zu haben. xD

Einer der Hirsche:



Jedenfalls haben wir es dann doch noch zum ersten Tempel, dem Kofukuji, geschafft. Zu seiner Blütezeit hatte er mehrere hundert Gebäude, von denen heute allerdings nur noch weniger als 10 übrig sind. Eine der Hallen wird derzeit neu gebaut. Im Museum des Tempels gab es mehrere sehr detaillierte Holzfiguren zu sehen, die ebenfalls schon sehr alt waren und von großem handwerklichen Geschick zeugten. Dargestellt waren mehrere buddhistische Gottheiten und Mönche.

Der Kofukuji:



Ein weiterer bedeutender Tempel auf unserer Tour war der Todaiji Tempel, der geschichtlich einer der bedeutendsten im Lande ist. Unter anderem weil die Haupthalle, in der eine mehrere Meter große Buddha Statue untergebracht ist, bis heute das größte komplett aus Holz errichtete Gebäude der Welt ist. Aber das eigentliche Juwel des Tempels ist die Statue selbst, da sie komplett aus Bronze gegossen ist. Was zu der Zeit, als sie entstand, also vor mehreren hundert Jahren, eine Meisterleistung an sich darstellte. Denn Bronzeverarbeitung war damals noch nicht lange in Japan üblich und die Rohstoffe selbst mussten auch aus dem Ausland über den Seeweg herangeschafft werden. Zu einer Zeit in der Seereisen an sich noch sehr unsicher waren. So ist es nicht verwunderlich, als zu Einweihungszeremonie, bei der dem Buddha die Augen aufgemalt wurden, wichtige Persönlichkeiten aus dem gesamten asiatischen Raum anreisten und Japan auf sich aufmerksam machte. Nebenbei bemerkt trieb diese Leistung das damalige Japan aber auch fast in den finanziellen Ruin, der unter anderem durch den Fund von Gold kurz vor der Fertigstellung der Statue aber verhindert werden konnte.

Der Todaiji Tempel:



Letzte Station des Tages war der Kasuga-Taisha Schrein, der ebenfalls einer jener wichtigen Schreine im Lande ist, zum dem der Kaiser persönlich Boten schickte um Opfer zu bringen und so findet man sein Symbol auch in diesem Schrein. Um den Schrein herum fiel vor allem die doch deutliche Anzahl an steinernen Laternen auf, die einen ähnlichen Hintergrund hat, wie die Tore am Inari Schrein, den ich bereits in einem vorherigen Beitrag erwähnt habe. Auch hier kann jeder für eine entsprechende Spende an den Schrein seine eigene Laterne aufstellen lassen. Darauf wird wie bei den Toren eingraviert, von wem die Spende stammt und wann gespendet wurde. Hier habe ich zwar keine Zahlen, allerdings erwähne ich der Vollständigkeit wegen, das größte Tor welches man dem Inari Schrein spenden kann, kostet derzeit so ca. 9.000 Euro. Wem das Geld nicht so locker sitzt, kleinere Tore kosten auch weniger. ^^

Im Kasuga-Taisha Schrein:



Am Abend ging es dann noch ein wenig auf eigener Faust umher und dieses mal wurde der unterirdische Teil des Bahnhofs in Augenschein genommen. Dort gibt es sehr viele Läden für Kleidung und Restaurants. Und wir haben den Ausblick vom Kyoto Tower bewundert, auf dessen Aussichtsplattform, in ca. 100 Meter Höhe, auch etliche kostenlose Fernrohre zur Verfügung standen. Und wo der Zufall nun einmal mitspielt, konnten wir wunderbar bemerken, das in einem der Hotels ein Gast sein Bett unordentlich liess. Dachte wohl, das bekommt eh keiner mit. ^^ Eine weitere Attraktion des Bahnhofs haben wir ebenfalls zufällig bemerkt, denn auf dem Vorplatz gab es eine Wassershow zu sehn. Mit Lichteffekten und Musik, was richtig toll wirkte und obendrein kostenlos war. Würde man bei uns in einer Stadt vorschlagen, so was auf öffentliche Kosten zu finanzieren, würde man wohl direkt Besuch von freundlichen Herren mit weißen Jacken bekommen. XD

Weiter geht es morgen, unter anderem mit der Besteigung des Iwatayama, dem Affenberg.

Dieser Beitrag wurde 5 mal editiert, zum letzten Mal von Burstangel: 07.03.2016 15:01.

14.09.2014 15:00 Fügen Sie Burstangel in Ihre Kontaktliste ein
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Tierisch geht es weiter in Kyoto.

Nachdem wir heute wieder in aller Frühe aufbrachen, so gegen 8.oo Uhr Ortszeit, also 1.oo Uhr morgens deutscher Zeit, führte der Weg erst einmal wieder zur Bahn. Den ersten Halt legten wir im Tenryuji-Zentempel ein. Dort konnten wir wieder schön viel Natur und Ruhe bewundern. Und ein paar Priester, denen wir vermutlich teilweise im Weg standen. ^^

Der Garten des Tenryuji:



Jedenfalls ist der Garten dieses Tempels schon einen Besuch wert, da er sehr schön angelegt ist. Ein großer Teich, große Grünflächen sowie ein schön gestalteter Weg durch den gesamten Außenbereich des Tempels. Zum Ausgang hin und neben dem Tempel erstreckte sich dann noch ein toller Bambushain, durch den wir natürlich auch noch gingen, um viele Fotos zu schießen und die nicht gerade kleinen Spinnen in den Netzen zwischen dem Bambus zu bemerken. Bambus zählt zur Familie der Gräser und dieser hier hat ein Wachstum von 10-20 cm pro Tag. Das ist vergleichsweise langsam, es gibt Arten die bis zu 3 Meter täglich schaffen.

Der Bambushain:



Anschließend hieß es durch die Stadt und den Berg hinauf. Wann baut man endlich mal serienmäßig Rolltreppen an die Dinger? Jedenfalls haben wir nach etwa 160 Höhenmetern unser Ziel erreicht und konnten die Japanmakaken aus der Nähe sehen und auch füttern. Allerdings umgekehrt wie im Zoo. Hier mussten wir uns in eine Station mit vergittertem Bereich begeben und konnten dort Nüsse und Bananenscheiben kaufen, nur um sie wenig später wieder gierig aus den Händen genommen zu bekommen. Die Affen kletterten munter am Gitter entlang und vertrieben sich teilweise auch gegenseitig, was dann ziemlich lautstarke Begegnungen waren. Und wählerisch sind sie auch noch, denn die Bananen wurden immer den Nüssen vorgezogen. xD

In der Station auf dem Affenberg:



Letzter offizieller Stopp für heute waren die Toei Filmstudios, manchen vielleicht durch Realfilme oder aber Toei Animation bekannt. großes Grinsen Dort gab es unter anderem ein Toei Animation Museum, welches auch direkt erkundet wurde und einen Fanshop. Im Museum gab es Figuren jeglicher Größe, also auch in Lebensgröße zu sehen, sowie diverse Zeichnungen. Im Shop fand sich eine kleine Auswahl an, sagen wir mal nicht gerade billigem Merchandise von dem ich dann doch trotzdem was mitnahm. Derzeit läuft noch die Überlegung, etwas davon als Gewinn im Charakterquiz meiner Sendung zu verwenden. Sollte dem so sein, werde ich euch informieren. Außerdem konnten wir durch eine Filmkulisse laufen, eine Stadt des historischen Japans, die dort aufgebaut war. Ebenso konnten wir sehen wie Filme produziert werden in Form einer kleinen Komödie, denn die Schauspieler machten vorsätzlich diverse Dinge anders als vom Regisseur gewünscht. ^^ Weiterhin gab es noch Vorführungen wie etwa einen Schwertkampf und ein kleines Theaterstück, mit einem völlig überzogenen Ninjakampf. großes Grinsen

Im Anime Museum der Toei Filmstudios:



Zurück in Kyoto musste dann noch ein Klischee erfüllt werden: es hieß ab in die Karaokebar. Ein mehrstöckiges Gebäude mit verschieden großen schallgedämpften Zimmer. Anfangs wurden diverse bekannte englische Lieder gesungen und ich habe su_kaora überredet, uns "Don't say Lazy" aus K-on zu geben. Dumm nur, der Untertitel war nur in japanisch und so gestaltete sich das entsprechend witzig. XD Und ja, es gibt ein Beweisvideo davon. großes Grinsen Ebenso haben wir ein kleines Video der kürzlich erwähnten Wassershow am Hauptbahnhof von Kyoto.

Und nu ists vorbei für heute. Mehr Berichte folgen in den nächsten Tagen.

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Burstangel: 07.03.2016 15:02.

15.09.2014 13:29 Fügen Sie Burstangel in Ihre Kontaktliste ein
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Der letzte Tag in Kyoto.

Der Tag begann gleich mit einer wichtigen Attraktion. Wir gingen zum Kaiserpalast und konnten lernen, dass Kyoto etwa 1.000 Jahre die Hauptstadt des Landes war und hörten dazu das eine oder andere vom Leben am kaiserlichen Hof. Beispielsweise wie der Kaiser so seinen Tag verbrachte, wo er wichtige Gäste empfing und was für eine Bedeutung etwa die Farben am Rand der Tatamimatten spielten, mit denen der Raum ausgelegt war. So war es etwa Rot in den Räumen der weniger wichtigen Gäste und Weiß für die wichtigen Persönlichkeiten.

Außerdem ist der Kaiser zwar heute noch sehr beliebt, hat aber nur noch eine repräsentative Funktion. Die Macht im Staat ging nach dem 2. Weltkrieg auf das Parlament über. Und damals wie heute wird die Regierungszeit des Kaiser seit er im Amt ist bzw. das Motto seiner Regierung für Zeitangaben benutzt. Das sorgt für einige Verwirrung, wenn man bedenkt, dass früher Kaiser ihr Motto mehrmals wechselten und so eine eindeutige Zuordnung der Ereignisse in unserem Kalender ziemlich schwer fällt. Außerdem wird der Tempel in Kyoto heute nicht mehr benutzt, der Kaisersitz liegt nun in Tokyo, der östlichen Hauptstadt.

Ein Blick auf die Halle, in der der Thron steht:



Anschließend ging es zu Fuß weiter zu einem der bedeutendsten Handwerksviertel von Kyoto, vor allem bekannt für seine Seidenverarbeitung. Kyoto wurde während einer kriegerischen Auseinandersetzung niedergebrannt und so sammelten sich nach dem Wiederaufbau die vorher etwas verteilten Betriebe für Seidenverarbeitung in einem Viertel. Außerdem wird die Kunst der Seidenweberei auch heute noch in der kaiserlichen Familie praktiziert. In früheren Zeiten gehörte dies bei allen Adelsfamilien zum guten Ton. Das Highlight unseres Besuches war dann eine Kimono-Modenschau im Nishijin Textilzentrum.

Ein Foto von der Modenschau:



Letzter offizieller Programmpunkt für heute war die Besichtigung des goldenen Pavillons im Kinkakuji.
Da der Pavillon wie so viele Kulturstätten Japans im Laufe der Geschichte zerstört wurde, handelt es sich hierbei um einen Wiederaufbau aus den 80er Jahren. Davor hielt er allerdings gut 500 Jahre am Stück aus und überdauerte sogar den 2. Weltkrieg. Nur um dann einem sagen wir mal leicht verwirrten Priester zum Opfer zu fallen, der meinte das Gebäude sei zu schön für diese Welt und sich dann mitsamt des Pavillons anzündete. Ironie an der Geschichte: während der Pavillon zerstört wurde, wurde der Priester gerettet und verbrachte den Rest seiner Tage in einer Nervenheilanstalt.

Hier ein Bild des Pavillons, ins Innere durfte man leider nicht:



Danach stand uns der Nachmittag zur freien Verfügung und wir nutzten ihm unter anderem zum Okonomyaki essen. Eine nette ältere Dame betreibt den kleinen Laden und konnte auch ein paar wenige Sätze auf Deutsch. Unter anderem den Standardsatz den alle Japaner können: Ich liebe dich.

Der Laden von außen:



Und am Abend ging es, weils so schön war, noch einmal zwei Stunden in die Karaokebar. Außerdem ging es dann noch in einen Laden zum Essen, den wir rein zufällig passiert haben. Dort haben wir dann mit 5 Personen über 12.000 Yen verfuttert. XD Merke: In Japan kann es sich recht teuer leben wenn man will, da die Lebenserhaltungskosten generell höher sind als bei uns, trotz eines traumhaften Mehrwertsteuersatzes von 8%.

Morgen führt uns die Fahrt nach Nagoya in ein echtes Ninjadorf und am Abend ins Ryokan, einem traditionellen japanischen Hotel.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Burstangel: 07.03.2016 15:03.

16.09.2014 15:08 Fügen Sie Burstangel in Ihre Kontaktliste ein
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Auf nach Nagoya.

Nachdem wir in aller frühe mit dem Bus aufgebrochen sind, gab es unterwegs noch einmal eine kleine geschichtliche Zusammenfassung und einen Vortrag über die aktuelle japanische Gesellschaft. Als Otakus haben wir natürliche einige Dinge wiedererkannt, wie etwa das japanische Schulsystem. Eingeteilt in Grundschule, Mittelstufe und Oberstufe.
Die 3-jährigen Mittel- und Oberstufen sind Inhalt zahlloser Animes. Wobei man durchaus auch nach der Mittelstufe arbeiten gehen kann, wobei allerdings über 90% auch die Oberstufe absolvieren und damit 12 Jahre Schule durchlaufen. Ebenfalls besuchen davon weiter 90% und mehr eine Universität. Wobei dort nicht alle Universitäten wie bei uns sind, sondern teilweise dies mehr als Namen tragen, da dort beispielsweise Hauswirtschaft gelehrt wird, also Kochen, Waschen und dergleichen.
Die Aufnahmeprüfungen sind teilweise auch schon das Schwerste an der Uni, danach kann man in einigen Bereichen einfach die Zeit bis zum Abschluss absitzen.

Versteck im Ninjahaus:



Der erste Halt führte nach Iga Ueno, einem Ninjadorf. Im Gegensatz zu den Toei Filmstudios trafen wir dort auf echte Ninjas. ^^ Auf die Frage wie gut die denn nun wirklich sind, antwortete unser Reiseleiter: immerhin so gut, dass sie 1-2 mal im Jahr nach Amerika gehen um dort Spezialkräfte zu trainieren. Als erstes konnten wir ein Ninjahaus besichtigen und die darin versteckten Mechanismen: Wände durch die man verschwinden konnte, geheime Treppen, die waagerecht lagen und wie ein Regal aussahen bis man sie runter klappte oder aber Waffen- und Gegenstandsverstecke im Fußboden. Anschließend wurde das Museum besichtigt mit seinen Waffen, Kleidung, geschichtlichen Informationen und so weiter. Aber das Beste kommt zum Schluss, denn da gab es eine Vorführung der Ninjas mit echten Waffen wie Schwertern, Wurfsternen, Sicheln und Metallnadeln. Und kleine Showeinlagen wie das Laufen lassen einer Münze auf ihrem Rand über einen schräg gehaltenen rotierenden Regenschirm. Eine Anmerkung vorweg zu Ninjas im Bus war von unserem Reiseleiter: Zu den Ninjas, alles das, was sie in Naruto machen, machen sie in echt nicht. ^^

Ach und nach der Show durften wir uns für 200 Yen auch selbst im Werfen der Wurfsterne versuchen. Mit mäßigem Erfolg. XD Abgesehen von der Treffsicherheit konnte man unsere Wurfsternen, sofern sie im Holz stecken blieben, von Hand herausziehen, während sie bei den echten Ninjas mit einem Gummihammer gelockert werden mussten.

Die Ninjashow:



Der nächste Stopp führte uns in ein Schloss, dem Hikone Castle. Und da alles in Japan irgendwie ein Maskottchen hat, welches mehr oder weniger niedlich und hübsch ist, gab es auch für diese Einrichtung eines. Hikonyan, also eine Plüschkatze mit Samuraihelm. Das Schloss wurde größtenteils wieder aufgebaut, aber original erhalten war ein wichtiges kulturelles Objekt, die Bühne für No-Theater. Da die Burgherrscher zu jenen gehörten, die auch ein großes Interesse an Kunst hatten. Erster Burgherr war Ii Naomasa, der die Ländereien für seine treuen Dienste erhielt.

Hikonyan:



Nun ging also die Fahrt Richtung Nagoya weiter und wir stoppten fürs Mittagessen an einer Raststätte. Inzwischen ist es für uns ja nicht mehr neu: zuerst ein Ticket am Automat ziehen, dann abgeben und sein Essen bekommt. Diesmal gab es allerdings noch kleinen, Game Boy ähnliche Pieper auf die Hand und nach ein wenig Wartezeit meldete der sich und man ging mitsamt Pieper sein Essen abholen und gab diesen dann zurück.

Abschließend landeten wir dann am Abend im Ryokan, einem sehr gemütlichen Laden mit Tatamimatten auf dem Boden und eigenem Onsen im Keller, welches ich und su-kaora, nachdem wir vorher mit der gesamten Gruppe in einen kleine Park gingen und ein wenig japanisches Feuerwerk abfackelten, auch gleich mal benutzten. Bei uns würde man ss im großen und ganzen als Wunderkerzen bezeichnen. Mehr als ein wenig buntes Licht und Qualm gab es dann auch nicht. Der Krach fehlte, wobei das abfackeln von Feuerwerk in Parks eigentlich ohnehin nicht erlaubt ist. XD

Im Ryokan, stilecht nur als Saufgelage mit Bierdosen: ^^



Wie die Nacht auf dem Futon und den Tatamimatten war, könnt ihr dann morgen lesen.

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Burstangel: 07.03.2016 15:03.

17.09.2014 14:46 Fügen Sie Burstangel in Ihre Kontaktliste ein
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Die Überraschung kommt am morgen.

Entgegen meiner Erwartung beschwerte sich nämlich niemand darüber wie weh ihm doch alle Knochen nach der ungewohnten Übernachtung auf dem Boden tun. Natürlich gab es die bekannten Futons zum ausrollen, aber viel Federung bieten Tatamimatten auf dem Fußboden eben nicht. Ich selbst habe wie erwartet sehr gut geschlafen und musste lediglich früh aufstehen. Gegen 10 Uhr erwartete uns die Abfahrt in Richtung Tokyo - und zwar mit Sitzplatzreservierung im Shinkansen, dem bekannten japanischen Hochgeschwindigkeitszug, zu dem wir dann auch noch einige Infos bekamen.

Unser Shinkansen nach Tokyo:



Beispielsweise ist der Shinkansen bereits in den 60ern eingeweiht worden und war den Japanern damals so "heilig" dass sie vor dem betreten des Zuges doch tatsächlich die Schuhe auszogen. Die Bewunderung ist nicht ganz ungerechtfertigt, denn der Zug zählt zu den sichersten Verkehrsmitteln der Welt. Und das obwohl er auf der Strecke Nagoya - Tokyo etwa im 7 Minuten Takt fährt, dabei ca. 2000 Personen befördert und das mit einer Geschwindigkeit von 280 km/h! Die durchschnittliche Verspätung liegt bei etwa 6 Sekunden ! und wenn die Verspätung mehr als 30 Sekunden beträgt, muss der Zugführer sogar ein Entschuldigungsschreiben aufsetzen und erklären woran es lag. Das sollte mal jemand der deutschen Bahn nahe legen. XD
Aber sogar der Shinkansen ist den Japanern mittlerweile zu langsam und so wird bereits an einer Magnetschwebebahnstrecke gebaut, auf der dann ein Shinkansen mit bis zu 600 km/h fahren wird.

Angekommen in Tokyo besichtigten wir dann das berühmte Donnertor im Asakusa Viertel und haben gleich noch in einem kleinen Lokal in einer Nebenstraße etwas gegessen. Dazu könnte man noch erwähnen dass in japanischen Läden bzw. generell nicht wie bei uns standardmäßig die Mehrwertsteuer im angegebenen Preis enthalten ist. So kann schon mal die Anzeige an der Kasse höher ausfallen als auf der Karte oder dem Preisschild.

Das Donnertor:



Im Anschluss daran ging es per Schiff weiter, eine kleine Fahrt durch Toyko, die uns dann in den Hamarikyu Garten brachte. Diesen Garten ließ zunächst der Shogun anlegen und nachdem er entmachtet wurde, ging er in den Besitz des Kaisers über und wurde für die Öffentlichkeit geöffnet. Abgesehen von der tollen Idylle dort, widmeten sich die Shogune zu ihrer Zeit dort einem ihrer liebsten Hobbys, der Entenjagd. Die verlief allerdings wenig heroisch oder kriegerisch mit Pfeil und Bogen oder Muskete, sondern ziemlich banal. Die Enten wurden mit Futter durch einen engen Kanal gelockt und dann warfen die Untergebenen einfach ein Netz drüber - fertig.^^

Teehaus im Hamarikyu Garten:



Letzter Punkt war der, auf den wir alle warteten. Es ging ins gelobte Land aller Anime und Mangafans, nach Akihabara. So haben wir uns nach dem verlassen der Bahnstation auch gefreut wie kleine Kinder. großes Grinsen Und wir erlebten eine kuriose Situation. Denn bis dahin hingen wir auch nach dem letzten Programmpunkt des Tages noch an unserem Reiseleiter und wollten mehr, während er sich vermutlich gewünscht hat in Ruhe gelassen zu warten. Dieses mal wollten wir so schnell wie möglich weg und er hat uns aber noch abgerungen erst ein paar Erklärungen zu hören.^^ Jedenfalls gab es danach kein Halten mehr und nachdem wir mit Karten des Viertels und aller Shops ausgerüstet waren durften wir endlich in Kaufrausch verfallen, was bei einigen schon nach dem ersten Laden deutliche Löcher in die Geldbörse riss. XD

In Akihabara, dem gelobten Land der Anime und Mangafans:



Mit mehreren Tüten bepackt machten wir uns schließlich völlig Happy auf den Weg zum Hotel bzw. in unsere Kapsel, für die sich alle bis auf einen entschieden hatten. großes Grinsen

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Die Nacht danach.

Genau genommen die Nacht nach dem Kapselhotel. Das Positive war, die Kapsel stellte sich als größer heraus als erwartet und hatte sogar einen Fernseher. Die Nachteile überwiegen allerdings. Denn zum einen konnte die Kapsel nicht verschlossen werden, sondern es gab nur ein Rollo zum runterziehen, was wiederum bedeutete man konnte nachts die Holzfäller bei der Arbeit hören. ^^ Außerdem sind die gesparten Kosten im Vergleich zu einem normalen Hotel nicht unbedingt den Verzicht auf den Komfort wert und das Hotel war insgesamt schon ein bisschen in die Jahre gekommen. Frühstück war zwar inklusive, jedoch wurde uns wärmstens empfohlen trotzdem auswärts zu essen, was wir dann auch gemacht haben.

Meine Schlafkapsel:



Hinterher machten wir uns auf den Weg nach Ueno, wo wir durch einen Park gingen und unter anderem mehrere Denkmäler bewundern konnten. Als Zusatzinfo erfuhren wir, dass auf dem Gelände des Parks früher ein Tempel stand, welcher im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen niedergemacht wurde. Dies geschah während des Sturzes des amtierenden Shoguns, zu einer Zeit als Tokio noch größtenteils aus Holzhütten bestand. Immerhin hatten die beiden verfeindeten Parteien ausgehandelt, die Stadt ohne Kämpfe zu übergeben und so blieb Tokio verschont, während sich die Shogunatstruppen nach Norden zurückzogen. Lediglich im besagten Tempel leisteten einige Truppen und zusätzlich Einheiten der Shinsengumi Widerstand, wurden jedoch nach etwa einer Woche besiegt.

Denkmal im Park von Ueno:



Als nächstes wurde Shibuya angesteuert, der Platz mit der verkehrsreichsten Kreuzung der Welt, bekannt aus diversen Filmen. Hier wechseln pro Grünphase der Ampeln mehrere Hundert (in ruhigen Zeiten) bis mehreren Tausend Menschen die Straßenseite. Außerdem steht dort ein sehr beliebtes Denkmal, nämlich die Hachikostatue. Hachiko ist ein in ganz Japan bekannter Hund, der es auch zu einer Animeverfilmung brachte. Wer ihn nicht kennt, der Hund begleitete seinen Besitzer jeden Morgen zur Bahn und wartete am Abend dort wieder auf ihn. Sogar nach dem Tod seines Besitzers tat der Hund dies noch jahrelang, was die dortigen Ladenbesitzer dazu brachte ihn zu versorgen und den Hund sehr beliebt machte. So wurde schließlich sein Tod in ganz Japan betrauerte und man setzte ihm ein Denkmal für seine Treue.

Die Hachikostatue:



Nun ging es noch über die Omotesando Nobelmeile, wo alle Marken die etwas auf sich halten, einen Laden eröffnen. Sowohl für elektronische Sachen, wie das i-Phone 6, dessen Verkaufsstart wir an einem der Läden mitbekamen, als auch Mode oder was man so nennen will. ^^ Neben Klamotten gab es in den Läden auch noch diversen Kleinkram wie etwa Buttons, Aufkleber und sonstiges Accessoires.

Nun durften wir zum Schluss noch die Aussicht in Shinjuku bewundern. Dort steht das Verwaltungsgebäude von Tokio, dessen Aussehen etwas an Frankreichs bekannteste Kirche erinnert. Außerdem empfahl uns unser Reiseleiter den dortigen Bahnhof zu meiden, da er so verwirrend angelegt ist, dass er jeden Rollenspiel-Dungeon locker übertrifft. Ebenfalls lustig, während wir den Bahnhof am Ausgang im Regierungsviertel verließen, führen die Ausgänge auf der anderen Seite direkt zum Amüsierviertel, welches jede Menge Bars und Puffs beherbergt. Die Beamten haben es also nach getaner Arbeit nicht sonderlich weit. XD Und es ist nicht selten, wenn am nächsten Morgen diverse Menschen dort auf der Straße ihren Rausch ausschlafen.

Aussicht von Tokyos Verwaltungsgebäude:

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Der Abschied naht. Q.Q

Wargaming Stand auf der Tokyo Game Show:



An unserem vorletzten Tag in Japan gab es zum Trost noch einmal ein Highlight, auch wenn wir dafür schon um 7.oo Uhr früh aufbrechen mussten. So kamen wir dann also um 8.oo Uhr auf dem Gelände der Tokio Game Show 2014 an und durften erst einmal noch 2 Stunden warten. Wir kamen so früh, um eine zu lange Warteschlange vor uns zu vermeiden. Dennoch hatten wir bereits einige Hundert Personen vor uns, aber da wir uns gut unterhielten und auch diverse Cosplayer entdecken konnten, war die Wartezeit schnell vorbei. Wer einige der beliebtesten Spiele anspielen wollte hatte Pech, denn für 7 Games musste man bereits am Eingang ein Ticket ziehen, welches die Zeit beinhaltete zu der man dann spielen durfte. Und obwohl wir pünktlich um 10.oo Uhr dort ankamen, hatten die Leute vor uns bereits die Tickets für 4 von 7 Spielen komplett vergriffen.
Für mich persönlich nicht unbedingt ein Verlust, denn ich hatte eh nur vor zu gucken. Zum einen die Spiele, zum andern die Mädels an den Verkaufsständen, sowie die Cosplayer die einen Bereich in einer der Hallen zugewiesen bekamen. Dort rannte auch permanent Aufsichtspersonal rum, welches allerdings auch nicht unbedingt verhindern konnte, was wir bei einigen der älteren männlichen Fotografen entdeckten. Etwa den Bereich im Sucher der Kamera, der sich vornehmlich auf das Gebiet ab Schultern abwärts einpendelte.

Ein Resident Evil Cosplayer:



Eines der Highlights für mich war die Ankündigung neuer Resident Evil Teile, zum einen Revelations 2 und ein HD Remake des aller ersten Teils. Obendrein gab es es einen Schiessstand, an dem man mit einer Softair Pistole Zombies umnieten konnte und während die Japaner das mit bescheidenem Erfolg hinbekamen, konnten sie bei su_kaora bewundern, was ein bisschen Übung ausmacht, da er nach dem ersten Schuss, mit dem er die Abweichung der Waffe einschätzte, einfach alles weggepustet hat. Das hat dann den anderen die mit ihm im Raum waren doch ein Wow abgerungen. ^^
Ebenso stellte einer aus unserer Gruppe am Stand von Wargaming bei World of Tanks gleich mal ein paar Rekorde auf XD tjaja, unser preußisches Erbe lässt sich nicht verkennen.

Nachmittags ging es dann zur Insel Odaiba, die während des Immobilienbooms in Japan mal eben im Meer künstlich aufgeschüttet wurde, einfach weil Bauland in der Stadt zu teuer war. Dort steht auch das aus diversen Animes bekannt Tokio Bigsight Messezentrum, welches wir aus der Nähe bestaunen konnten. Interessante Info nebenbei, zuerst wurden die dreieckigen oberen Teile gebaut und danach mit dem Kran angehoben und auf die unteren Säulen gesetzt.

Das Bigsight Messezentrum:



Weiter führte uns unserer Weg zu einer Attraktion für alle Mechafans. Denn ebenfalls auf Odaiba steht die Gundam Statue, die zumindest teilweise beweglich ist und auch einige Lichteffekte zu bieten hat. Die Höhe beträgt etwa 6 Stockwerke.

Die Gundam Statue:



Auf dem Weg dorthin sind wir dann noch an einer Cosplay Veranstaltung vorbeigekommen, was vor allem Yami freute, die sich mit ein paar Jungs ablichten ließ.
Damit war das offizielle Tagesprogramm durch, aber auf dem Heimweg sind wir noch über eine weitere Veranstaltung gestolpert. Es ging zum Tokio Anime Park, aber wir konnten dann doch nur den Bereich ansehen, der ohne Ticket zugänglich waren. Dazu zählten ein Panzermodell, eines Panzer 4 aus dem 2. Weltkrieg, sowie der dazugehörige Bus mit Motiv aus dem Anime Girls and Panzer. Uns hat es gefreut und ich hab mich zu einem Bild hinreißen lassen.

Der Bus von Girls und Panzer, und ich:



Morgen gibt’s somit den letzten Bericht und nach unserer Heimkehr noch ein kleines Behind the Scenes Special.

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22.09.2014 00:57 Fügen Sie Burstangel in Ihre Kontaktliste ein
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Matane, Japan T.T

Nun ist auch der letzte Tag vorbei und wir müssen nach 2 tollen Wochen wieder in den Flieger nach Hause steigen. Aber nicht ohne auch am letzten Tag noch einmal einiges erlebt zu haben. Wie gewohnt brachen wir auch heute wieder frühzeitig auf, um mehr über Land und Kultur zu erfahren. Zuerst mussten wir dazu 2 Stunden Zug fahren, bis wir dann im Örtchen Nikko ankamen, welches in den Bergen liegt und zum Weltkulturerbe zählt. Klar gab es auch hier wieder Tempel und Schreine zu besichtigen, sowie ein Mausoleum.

Malerische Landschaft:



Die Bewohner von Nikko sind stolz auf ihr idyllisches Örtchen und rühmen sich damit, dass sie das beste Wasser in ganz Japan haben. Auf dem Heimweg konnten wir dann auch einen Fluss bewundern, dessen Wasser so klar war, dass er tatsächlich aus einem Bilderbuch hätte stammen können.

Am Toshuga Schrein:



Aber erst einmal zu den Sehenswürdigkeiten, wie etwa dem Toshogu-Schrein. Der Ort ist das Grabmal eines Shoguns, welches eigentlich nach seinem eigenen Testament nur ein bescheidenes Grab werden sollte und es zu-nächst auch war. Allerdings war der Enkel des Shoguns quasi der totale Fanboy seines Opas und ließ ihm dann einen Schrein errichten, welcher ganz bescheiden nur einige hundert Quadratmeter umfasst. Der Grund für die Wahl dieser Berge als letzte Ruhestätte ist ein Priester, welcher dem Shogun empfahl auch nach seinem Tod ü-ber Japan zu wachen und dafür zu sorgen, Ruhe und Frieden im Land zu erhalten. Dort konnten wir dann auch noch über ein leicht in die Hose gegangenes Gastgeschenk lachen. Denn zu einer Zeit als Japan quasi vom Ausland abgeschottet war, durften lediglich die Chinesen und Holländer einreisen und Handeln. Nun wollten sich die Holländer dankbar zeigen und schenkten den Japanern eine bronzene Laterne, welche beinahe dazu führte, dass die Japaner den Holländern den Krieg erklärten. Was war geschehen? Recht einfach, die Holländer hatten an der Laterne das Wappen des Shoguns versehentlich verkehrt herum angebracht, was bei den Japanern wenig Begeisterung auslöste. Denn ein falsch herum angebrachtes Wappen wurde als unglückliches Zeichen gewertet, welches den Niedergang des Shogunats symbolisierte oder zumindest so aufgefasst werden konnte.

Der Stein, äh die Laterne des Anstoßes:



Direkt nebenan ließ sich dann der Enkel des Shoguns ein ebenso „bescheidenes“ Grab errichten, das Taiyuin-Mausoleum. Ebenfalls reichlich farbenprächtig, mit vielen Holzschnitzereien versehen und nur ein paar hundert Quadratmeter umfassend.

Einer der Torwächter des Mausoleums:



Letztes Highlight für uns sollte dann die kaiserliche Villa werden, die ebenfalls in den Bergen von Nikko steht. Nun gab es zwar mehrere Kaiser im Lauf der Zeit, allerdings wurde diese Villa für einen eingerichtet, der von Natur aus eher kränklicher Verfassung war und sollte ihm quasi als eine Art Heilanstalt dienen. Die Anlage war auch eines Kaisers gebührend entsprechend groß und vornehm ausgestattet und sogar mit westlichen Einflüssen gespickt. Beispielsweise Teppich oder Parkettboden und Glasfenster. Für Belustigung sorgte dann aber zum Beispiel ein Billardzimmer, welches man vermutlich ruhigen Gewissens nicht als historisch betrachten kann. ^^ Wie bei fast allen Tempeln und Schreinen die wir gesehen haben, galt auch hier am Eingang: Schuhe aus. Wie gut wenn für ausreichend Belüftung an diesen Orten gesorgt ist. XD

Regal in der Kaiservilla:

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22.09.2014 00:58 Fügen Sie Burstangel in Ihre Kontaktliste ein
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Toller Bercht!

Wenn ihr noch mehr Bilder von der Reise sehen wollt, so kann ich euch einen Blick in meine Gallery empfehlen:

http://gallery.v-network.de/index.php/Japan-2014

Viel Spaß!

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26.09.2014 10:34
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